Ansichten eines Vampirs

Finsternis, Trauer, die ihr umgebt mich seit Jahren. Das Licht entschwand vor langer Zeit und meinem Leben es keinen Sinn mehr gibt. Die Schatten, in der Dunkelheit sind weder Gut, noch Böse. Doch verbergen sie so manchen Feind, der zu töten ist bereit. So trauere ich, um das was vergangen, als das Licht noch weilte an diesem Ort. Die abgrundtiefe Finsternis gibt weder Trost, noch Halt. Und doch, mit ihr leben müssen wir, bis das der Tode uns ereilt. Ein jeder Kampf, an jenem Ort, mein letzter könnt es sein. Der Tod durch das Schwert, willkommen sei er mir. Dem Tode aus Trostlosigkeit, den wünsche ich keinem hier. Der Sieg im Kampfe, für ein Glück er ist, zu spüren den Triumph der eigenen Kraft. Doch von kurzer Dauer dieser ist, weil im nächsten Schatten der Tod schon ist.

Nach Jahren in der Finsternis, wie ein Phönix, sie aus der Asche stieg. Sie, die sie brachte Licht in das Dunkel meiner Seele, die sie brachte das Leben zurück. Dorthin, wo es schien ausgelöscht. Als neue Sonne steht sie da, das Glück verheißend. Warm ihre Seele und strahlend ihr Herz, so stand sie vor mir in der Dunkelheit und doch ich war noch zu töten bereit. Doch zu verändern schien sich der Ort, aus keinem Schatten der Tod jetzt sprang und trotzdem war ich zu töten bereit. Doch ihr Glanz ließ mich zögern, brachte mir einen Augenblick, in dem zurückkehrte, was ich glaubte vor Jahren vergessen und verloren zu haben, die Wärme, der Nähe eines anderen Menschen, die Nähe zu spüren eines Anderen Vertrauen. So ich ließ meine Mauer fallen, die ich errichtet in all den Jahren der Dunkelheit, zu spüren ihre Wärme. Dem Himmel dankend für dieses Geschenk stand ich da, ihre Nähe spürend, vergessend die Gefahr der Finsternis. Spürte ich doch in meinem Herzen die Sonne aufgehen, so warm, so wonnig, so vertraut und doch noch fremd, wie ein Märchen, das man in einer Erzählung wiedererkennt. Es schien, als wir gingen Hand in Hand, als wären unsere Seelen verwandt. Die Trauer, die ich so lang gespürt, durch etwas wurde sie ersetzt, ein Glück und doch anderes, als ich es gekannt. Glück und Frieden umwogten mich, als sie mich führte in jenes Licht. Das Leben allein in der Dunkelheit, ist nun für mich Vergangenheit!

Die Dunkelheit und die Finsternis sind zurück aus der Erinnerung, als ich wieder stand allein in der Nacht. Trauer über das was , was ich gewonnen glaubte und nun wieder gegangen ist. Der Frust, darüber mich geöffnet zu haben, läßt die Mauer, welche ich zu meinem Schutz errichtet hatte, nur noch höher und kälter werden. Tränen rannen über mein Gesicht, als ich mir dessen, was geschehen war, bewußt wurde. Kein Trost, in der Natur und im Spiel versuchte ich Ablenkung zu finden, doch ich fand sie nicht. Die Kraft zu finden, die Wunde zu schließen wird schwer und lange währen. Bis die Mauer wieder fällt, wird der Mond noch oft am Himmel stehen. In der Nacht werde ich zu den Sternen aufsehen und mich erinnern, an jene Nacht, in der ich sie traf. Meine Trauer sitzt tief, aber ich glaube es zu verstehen.

 

 

Und das Spiel beginnt von Neuem...

ewig wie die Zeit...

der Anfang ist das Ende von etwas Anderem.

Sarastol

 

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